Kalender

Informationen zum Termin 13.10.2017

Nummer 9228
Datum Fr 13.10.2017
Zeit 14:00 Uhr
PLZ 5400
Ortschaft Baden
Adresse Obere Halde 36
Info senden Information versenden
drucken Termin drucken
Zusatzinfo Kunst im TRUDELHAUS
Veranstaltung Ausstellung Franziska Furter | Sandra Kühne
Beschreibung Mit aktuellen Arbeiten von Franziska Furter (*1972, lebt und arbeitet in Basel und Berlin) und Sandra Kühne (*1976, lebt und arbeitet in Zürich) startet im TRUDELHAUS das neue Ausstellungsprogramm nach der Sommerpause.

Die Auseinandersetzung mit dem Medium Zeichnung ist bei beiden Künstlerinnen eminent. Wie ein roter Faden ziehen sich Darstellungen von Linien, Flächen und geometrischen Formen durch die drei Stockwerke des TRUDELHAUSES. Dazu zählen auch die Übersetzungen der Linie in das Dreidimensionale und Skulpturale.

So verbindet Furter mit dem Bunsenbrenner geformte Glasröhrchen zu einer geheimnisvollen, gekritzelt anmutenden Linie, die hängend durch den Raum und den Wänden entlang mäandert.
Diese linear verlaufende Arbeit kontrastiert mit durch hellblaue Tinte eingefärbten Seidenpapierbögen von Sandra Kühne. Zu einem riesigen Stapel geschichtet und verdichtet erwecken diese den Eindruck von Wasser. Der Werkstoff Papier ist für Kühne nicht nur Bildträger für Zeichnungen, sondern auch Spielwiese für grossangelegte Installationen wie die "Verwerfungen", die immer wieder auf den Ort bezogen neu entstehen. Damit gemeint sind grosse Papierbögen, die sie mit Graphitpulver und Leinöl überzieht, danach zerknüllt und formgebend bearbeitet. Aus dem ursprünglich planen, weissen Papier entsteht so ein topografisches Relief, das durch die Oberflächenbeschaffenheit an die Schwere eines Bronzegusses denken lässt. Je nach Auftreffen des Lichtes beginnt die matt glänzende Oberfläche zwischen den Grautönen zu oszillieren.

In Furters künstlerischem Schaffen finden zunehmend auch Alltagsmaterialien Eingang. So konstruiert sie beispielsweise aus weissen Strohhalmen ein gitterartiges Geflecht, welches sich raumgreifend schwebend auszubreiten scheint. Das Volumen dieser hängenden "Wolke", bestehend aus Zwischenräumen und Leerstellen, scheint den Ausstellungsraum nahezu zu sprengen.
All diese formentfremdeten Zeichnungen, die im TRUDELHAUS zu sehen sind, gewähren dem Betrachter einen Einblick in die Schaffenswelten der beiden Künstlerinnen, die sich künstlerisch zwar nahe stehen, aber doch eine eigenständige Sprache sprechen.
Den ausgestellten Arbeiten der beiden Künstlerinnen ist eine Leichtigkeit und Schlichtheit mit grosser poetischer Wirkung eigen, die zum Sinnieren und Verweilen einlädt.
Homepage
e-Mail
Datei / Dokument
< Termin 6/160 >